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17.08.2012 Internationales GWRRA-Meeting
18.08.2012 Charity Ride und Weltrekordversuch

Teilnehmer:

Rainer Engels und Daniela Lübkemann-Mancev
Manfred und Ulrike Felder
Anne-Marie und Hans-Joachim Henckert
Tyrone und Cecile Hendrix (USA)
Werner und Marlies Keßel
Gerd und Monika Kornetzki
Jette und Joergen Kragh (Dänemark)
Anja Jansen und Detlev Kröger
Gisela und Peter Lahr
Joseph (Jo) Mosler
Karin und Jürgen Petri
Klaus Raaf
Carroll und Lucia Randall (USA)
Joachim Schmidt
Pedro Schröder
Erika u. Harald Weiss
Maria und Martin Záboj (Tschechien)


Author: Harald Weiss

17.08.2012 - Internationales GWRRA-Meeting
Das Wochenende begann mal nicht wie üblich für die meisten Teilnehmer am SVG-Autohof Eifeltor. Nein, dort traf sich ausnahmsweise nur der kleinere Teil der anschließenden Gesamtteilnehmer.

Es ergab sich jedoch, dass ich auf dem Weg zum SVG zwei Gold Wings überholte, ein weißes Trike und einer 18’er, beide jeweils mit zwei Personen besetzt. Ich sagte noch so beiläufig zu Erika: „Ich vermute mal, wir haben die Beiden nicht zum letzten Mal gesehen".

Mit wenig Verspätung starteten wir dann so gegen 16:20 Uhr Richtung Aachen ins „All Seasons“-Hotel. Die Fahrt über die Autobahn verlief ohne Probleme

Im Hotel angekommen, sah ich sie dann wieder, das weiße Trike und die 18’er. Das waren US-Wingerfreunde aus Kaiserslautern und Wiesbaden, ebenfalls Mitglieder der GWRRA, die an unserer Veranstaltung teilnahmen.

Wir hatten noch genügend Zeit zum Einchecken und Duschen. Das war dringend nötig, denn wir befanden uns im Einflussgebiet von Hoch "Achim", und das brachte sehr heiße Luft aus Afrika nach Deutschland, so dass die Temperaturen jenseits von 30 Grad lagen. Es sollte noch heißer werden in den nächsten Tagen.

Der Weg zum Restaurant, wo wir uns alle treffen wollten, war nicht weit. Die Maschinen hatten wir größtenteils in der Hotelgarage untergebracht.

Im dem argentinischen Steakhaus „La Pampa“ hatte Jo einen Tisch für uns reserviert. Die Tafel bestand natürlich aus mehreren Tischen. Doch wie es eben unter Wingern ist, ich habe das noch nie anders erlebt, waren wir mit der Zusammenstellung der Tische nicht einverstanden, und so begann also nach kurzer Zeit der Anwesenheit wieder das berühmte Tischerücken.

Als diese schließlich nach unseren Wünschen standen, erreichte uns die Nachricht, dass einige Maschinen in der Hotelgarage des „All Seasons“ die Ausfahrt eines PKW behinderten, der dort, wo er stand, eigentlich gar nicht stehen sollte. So durften dann einige von uns wieder zurück ins Hotel. Damit verzögerte sich natürlich der Beginn des Essens.

Als dann letztendlich auch dieses Problem beseitigt war, begann der gemütliche Teil des Abends. Es wurde gegessen, getrunken und viel geredet, mal englisch, mal deutsch oder beides zusammen, denn inzwischen waren auch die Wingerfreunde aus Dänemark zu uns gestoßen. Die Wingerfreude aus Tschechien hatten leider so viel Verspätung, dass sie am gemeinsamen Abendessen nicht teilnehmen konnten.

Gegen 21:30 Uhr wurde die Tafel aufgelöst und wir wollten uns im Hotel-Garten zusammenfinden, um den Abend ausklingen zu lassen. Leider wurde dieser jedoch schon um 22:00 Uhr geschlossen, wie man uns mitteilte, und so teilte sich dann die Gruppe. Einige gingen Richtung Zimmer in die Waagerechte, der Rest machte sich auf den Weg zu einem in der Nähe befindlichen Straßen-Restaurant, um dort bei einem gepflegten Bier oder Nichtalkoholischem die begonnenen Gespräche weiterzuführen.


18.08.2012 - Charity Ride und Weltrekordvesuch
Die Veranstaltung der etwas anderen Art. So oder ähnlich könnte man den Samstag an diesem Wochenende beschreiben.

Vor vielen Wochen hatten wir uns bei "Biker & Triker Freunde ohne Grenzen Selfkant e.V." angemeldet, nachdem Jürgen uns zur Teilnahme aufgerufen hatte.

Die Biker und Triker-Freunde, die ihr 10. Treffen in einem ordentlichen Rahmen feiern wollten, hatten sich etwas ganz Besonderes ausgedacht. Sie wollten den längsten Motorradcorso mit Beifahrern mit Handicap auf die Beine stellen. Über 900 Anmeldungen aus aller Herren Länder, man konnte es inzwischen lesen,  sind eingegangen, davon hatten sich weit mehr als 350 Fahrer bereit erklärt, einem Menschen mit Handicap mal ein richtiges Erlebnis zu bieten.

Um es vorweg zu nehmen; es hat funktioniert. Die Biker & Triker Freunde ohne Grenzen Selfkant e. V. stehen seit dem 18.08.2012 genau mit diesem Vorhaben als Weltrekordinhaber im Guinnes Book of Records.

Wir fuhren relativ pünktlich vom Hotel los. Inzwischen hatten wir 18 Gold Wings und 30 Teilnehmer zusammen. War gar nicht so einfach für Pedro, der diesen kleinen Corso anführte, da den Überblick zu behalten. Doch es hat alles wunderbar funktioniert und wir sind geschlossen in Gangelt angekommen. Den strengen Regeln eines solchen Weltrekordversuches folgend mussten wir uns zuerst offiziell anmelden und mit unserer Unterschrift bestätigen, anwesend zu sein. Die Ankunft am Einschreibe-Platz war schon ein Erlebnis für sich, sah man doch hier alles an Motorradherstellen, was Rang und Namen hat, und das in den unterschiedlichsten Ausprägungen, von uralt bis hochmodern war alles vertreten.

Einzig die schier unerträgliche Hitze machte uns allen sehr zu schaffen. Schon jetzt am Vormittag war es brütend heiß. Selbst ein kurzer Windhauch, der ab und zu über das Gelände strich, brachte keine Kühlung. Gekühlte Getränke wurden in der Hand warm, bevor man sie ausgetrunken hatte.

Zum Glück mussten wir uns nicht lange an diesem Platz aufhalten, sondern fuhren nach ca. einer Stunde Aufenthalt unsere Maschinen zum Aufstellplatz in der Nähe auf das Gelände einer Schule, dem eigentlichen Veranstaltungsort. Da wir noch ein paar Stunden Zeit hatten, verlief sich die gesamte Gruppe über den Platz zu den anwesenden Händlern, zu den Getränken oder in den Schatten.

Gegen 13:30 erfolgte der Aufruf für die Fahrer, die sich zur Mitnahme eines Menschen mit Handicap gemeldet hatten, sich in der Aula der Schule einzufinden, wo die Zuordnung Fahrer/Beifahrer stattfinden sollte.

In der Aula angekommen stellte man sich die Frage, warum wir uns die ganze Zeit draußen in der Hitze aufgehalten haben. Dort war es schön kühl, was sich aber auf Grund der vielen Menschen schnell ins Gegenteil veränderte. Jeder, der einen Beifahrer gefunden hatte, machte sich also schnell wieder nach draußen in den Schatten. Es gab zwar viele Schattenplätze auf dem Gelände, die waren jedoch zum größten Teil schon alle besetzt. Temperaturen jenseits von 35 Grad sind eben nichts für gestandene Westeuropäer.

Die knapp 90 Minuten bis zur Abfahrt des Corso verbrachten wir also mit möglichst wenig Bewegung im Schatten. Ich bin überzeugt, dass der Ein oder Andere schon mit Grauen an die Fahrt im Corso dachte.

Um 14:45 Uhr waren wir dann in der Aufstellung. Die Maschinen wurden so langsam angelassen und wir warteten auf die Abfahrt, in sengender Sonne. Erbarmungslos brannte diese auf uns und zeigte ihr ganzes Können. Mediterrane Temperaturen konnte man das nicht mehr nennen. Aber es sollte ja noch schlimmer kommen.

Mit leichter Verspätung machte sich der Corso auf die 50 km lange Strecke. Die vorgegebene Geschwindigkeit von 40 km/h wurde äußerst selten erreicht. So wie ich mich, und sicherlich auch viele andere Fahrer, fühlte, so muss sich auch ein Kuchen im Backofen bei Ober- und Unterhitze incl. Umluft fühlen. Es war mörderisch. Aber unsere Beifahrer, und das war das Schöne an diesem Corso, trotzten der Hitze und zeigten unmissverständlich den Spass, den sie bei dieser Tour hatten.

Nach knapp zwei Stunden erreichten wir wieder unseren Startpunkt. Eindeutige Spuren auf den Hemden ließen z. B. erkennen, wer mit und wer ohne Rückenlehne fuhr. Die Maschinen waren schnell abgestellt, die Beifahrer wurden von ihren Betreuern in Empfang genommen und der Run auf die Getränkestände ging los. Kaum einer begnügte sich mit einer Flasche oder einem Glas. Viele kauften gleich doppelt ein.

Nachdem sich jeder auf seine Art von der Tour erholt hatte, brach die Gruppe auf Grund der ersten Heimfahrer so langsam auseinander. Ich glaube, viele wollten einfach nur nach Hause unter die Dusche.

Fazit: Erneut um ein strapaziöses aber schönes Erlebnis reicher. Das wertvollste an diesem Tag waren die glücklichen Gesichter vieler Menschen, die sonst nicht unbedingt auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Hoffentlich machen wir nächstes Jahr wieder einen „Charity Ride“.

Bilder folgen, sobald welche beim Webmaster vorliegen!